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Wie alles begann

Ich hab gedacht

Ich hab gedacht, 
dass wir Menschen schon viel weiter wären. 
Bereit für Frieden, nicht für Krieg. 
Gedacht, 
dass Schicksale uns mehr berühren, 
mehr als unser innrer Trieb. 
Doch nein, wir müssen es hart spüren, was in unserm Herzen tobt. 

Wie kann ein Mann nur sowas tun, 
dass die Welt in Trümmern legt? 
Wieviel Sorgen, wieviel Grämen, wieviel blanke Furcht und Not, bringt er durch sein wildes Sehnen als sei die Welt sein Abendbrot. 
Was geht in solchen Köpfen vor, 
was treibt nur solche Menschen an, 
der als gäbe es kein Morgen sich auf Blut gar betten kann? 

Was ist zu tun, frag ich mich lange, 
was ist zu tun, daß Frieden bringt? 
Ich bin enttäuscht und mir ist bange, 
kann doch nicht sein, dass Hass gewinnt?! 

Was sagst du zu all dem Treiben? 
Wann wird deine Stimme laut? 
Ists nicht so, dass wenn wir schweigen, bald niemand mehr dem andern traut? 
Für „das Gute“ einzustehen, 
einzutreten für mehr Menschlichkeit, 
eine Welt der Liebe leben, statt des Eigennutz und Neid. 

Ist das möglich? 
Macht das alles einen Sinn? 
Sehen wir nicht Panzer rollen und die Stärkeren gewinnen? 

Was ist deine Antwort auf die Frage, die sie stellt? Diese wankend, diese wackelnd, diese ruhelose Welt? 

Ich hab gedacht
Was denkst du? 

(geschrieben von Magdalena Wege am 26.2.22)

Das Gedicht hat ein wenig von dem ausgedrückt, was in uns im Februar 2022 unterwegs war. Zurück blieb diese Frage, die immer wiederhallte und nach einer Antwort verlangte: Was können wir in der aktuellen Situation tun?

Die Antwort war schneller da als gedacht und so war schon 4 Tage später klar, was unsere Reaktion sein sollte: Wir sind bereit etwas zu tun! So würde innerhalb von 2 Tagen unsere erste Aktion von der Idee zur Realität und danach ging alles sehr schnell. Vermutlich haben wir es hier Dank unheimlich vieler Unterstützer_innen und Helfer_innen mit einer der schnellsten Vereinsgründungen zu tun. Schaut man allerdings nochmal genauer hin, darf man erkennen, wie gut dies alles über Jahrzehnte „vorbereitet“ worden ist. Unbemerkt von uns durften wir Teil eines „größeren Plans“ werden. Hatten wir Jahre lang bei vielem, was uns passierte, Fragen und konnten es nicht wirklich nachvollziehen, schlossen sich nun die Kreise und einiges machte plötzlich Sinn. 

Nach der ersten Aktion (link) hatten Julia und Magdalena unabhängig voneinander den Impuls, dass es gut sei unserem Tun einen Rahmen zu geben. In einem Tür-und-Angel-Gespräch teilten sie sich diesen Impuls mit und verfolgen dann die Idee, die sich immer weiter konkretisierte. Am Abend meinte Julia noch scherzhaft: „Vielleicht träumen wir ja den Namen“, so waren wir doch am nächsten Morgen sprachlos, dass der Name unseres Vereins nun feststand. „FürDich“ sollte er heißen. Nachdem auch Kevin und Nathanael bestätigt hatten, dass sie diesen Weg so mitgehen konnten, holten wir noch Johanna Schneider mit ins Boot. Als wir ihr sagten, dass wir uns wünschen würden, dass dieser Verein so schnell wie es eben möglich ist, gegründet werden soll, hatte sie noch Bedenken, dass unsere Vorstellungen völlig unrealistisch seien. Da sollte sie recht behalten. Doch sie sagte dann den entscheidenden Satz: „Ok, ich will es versuchen und alles machen, was mir möglich ist!“ So warfen wir alle das, was uns möglich war in die Waagschale und über den Rest durften wir einfach wahnsinnig staunen…
Da ist er nun: FürDich e.V. Mit dem Ziel Hilfe zu schenken, die ankommt. Das wünschen wir uns und sagen einfach staunend: DANKE!