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Hilfsgüter- und Flüchtlingstransport Woche 3 des Ukrainekriegs

Wir schreiben bereits die dritte Woche in diesem schrecklichen Krieg und ein Ende ist nicht in Sicht. Über 10 Millionen Menschen aus der Ukraine sind auf der Flucht, mehr als 4 Millionen haben das Land bereits verlassen.

Bereits jetzt stellt sich die Frage, wo diese vielen Menschen alle unterkommen können, wo können sie für die nächsten Monate, vielleicht Jahre in Sicherheit gebracht werden. Freier Wohnraum war schon vor dem Krieg ein schwieriges Thema.

Am Wochenende vom 18.3.-20.3.22 haben sich Julia, Kevin, Britta und Oxana sowie die Busfahrer Harry und Werner am Freitagmorgen mit einem Reisebus der Firma Grebe aufgemacht, um Menschen in Hrubieszów (Polen) abzuholen, die sich über die Grenze dorthin geflüchtet hatten.

Im Vorfeld haben wir im Flüchtlingscamp angefragt, welche Hilfsgüter benötigt werden. Sie haben auf die Aktion zweier Niederländer aufmerksam gemacht (https://donorbox.org/campagne-oekraine), die 10.000 prall gefüllte Rucksäcke verschenkt haben. Mit der Hilfe von Werbegeschenke Kamm konnten wir kurzfristig 400 Rucksäcke organisieren und innerhalb weniger Stunden haben sich dutzende hilfsbreite Menschen aus Friedensdorf und Umgebung dazu bereit erklärt den Inhalt im Wert von über 5.000 Euro für die Rucksäcke zu besorgen und zu spenden. Wir sind nach wie vor überwältigt von dieser großen Unterstützung!!

Zusätzlich wurden weitere Hilfsgüter gepackt, die wir bei der christlichen Gemeinde  in Hrubieszów abgeben konnten, von wo aus die Sachen weiter verteilt wurden. Alle  benötigten Hilfsgüter konnten am Samstag in dankbare Hände abgegeben werden.

In dieser Gemeinde, im Camp und in einer weiteren Gemeinde haben dann 43 Geflüchtete im Alter zwischen 10 Monaten und 69 Jahren sowie eine Katze unser Angebot wahrgenommen und sich mit auf den Weg nach Deutschland gemacht. Mit Zwischenstopp in Görlitz, wo wir wieder in der FeG untergekommen und liebevoll verpflegt worden sind, sind diesmal alle wesentlich ausgeschlafener als nach der letzten Tour, in der Jugendherberge in Biedenkopf angekommen.

Es war gut, dass diesmal ein Reisebus das Mittel der Wahl war, weil deutlich mehr Menschen eine Wohnung in unserer Umgebung benötigten. Julia und Kevin waren am Sonntag die komplette Fahrt aus dem Bus raus, Magdalena und Nathanael aus dem „Backoffice“ zuhause am Telefonieren und Organisieren, so dass am Ende die Wohnungszusagen für alle Geflüchteten Menschen standen.

Diesmal neu war auch, dass wir um Hilfe gebeten hatten, die Geflüchteten in der Woche nach der Ankunft, beim Anmelden, beim Einkaufen, beim Arztbesuch, beim Eröffnen von Konten, beim Einzug und bei all den Dingen, die am Anfang so anstehen zu begleiten. Daraus ist eine Art Patenprogramm entstanden, was zum einen den Geflüchteten das Ankommen immens erleichterte, da sie eine feste Bezugsperson hatten. Und zum anderen auch die anstehende Unterstützung auf mehreren Schultern verteilte, wodurch sie überhaupt erst zu bewältigen war. Die Paten konnten bereits am Sonntag nach der Ankunft erste Kontakte knüpfen und Nummern tauschen und waren in den nächsten Tagen Ansprechpartner und Helfer.

Dafür ganz herzlichen Dank!

Besonders hervorheben möchten wir hier auch Oxanas unermüdlichen Einsatz als Dolmetscherin. Ihr Telefon wurde in dieser Zeit sehr stark frequentiert und sie hat sich immer die Zeit genommen und allen ein offenes Ohr geschenkt.  

So sind am Ende alle Geflüchteten zu ihren Wunschzielen gelangt sowie in Buchenau, Biedenkopf, Wetter, Marburg und Dautphe untergekommen.

Sehr viele haben sich eingebracht. Ob durch Geldspenden, Sachspenden, Zeit, Wohnraum, Engagement, praktische Hilfe, Gebet uvm.  – all dies hat es möglich gemacht, dass nun Menschen wieder in Sicherheit sind und andere, die sich grade in Sicherheit bringen etwas Stärkung auf ihrer Wegstrecke bekommen. 

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